AKTUELLES

Museen der Stadt Celle bis auf Weiteres geschlossen!

Die Stadt Celle hat heute entschieden, die städtischen Museen wegen der Corona-Gefahr bis auf Weiteres geschlossen zu halten und alle öffentlichen Veranstaltungen abzusagen.

 

Ungesühnt. – Verschwiegen. – Ein Heimatbild. Eine Installation von Peter Barth in der Synagoge Celle

Vor 75 Jahren, am 8. April 1945, wurde bei einem Bombenangriff auf die Bahnanlagen beim Celler Güterbahnhof ein Transportzug mit KZ-Häftlingen getroffen, der auf dem Weg in das Konzentrationslager Bergen-Belsen war. Ein Teil der Überlebenden konnte sich aus den Waggons befreien und fliehen, verfolgt von Angehörigen der SS, der Wehrmacht, der Polizei und Celler Zivilisten. Diese ermordeten 170 der Fliehenden. Die Installation von Peter Barth erinnert an das Celler Massaker vom April 1945.

 

Mit 170 fiktiven Porträts versucht der in Celle geborene Künstler, die Ermordeten aus dem Fluss des Vergessens herauszuholen und ihnen ein Gesicht zu geben – auch wenn ihr tatsächliches Aussehen nicht wiederzugeben ist.

 

Ort: Synagoge Celle, Im Kreise 24, 29221 Celle

Laufzeit: 14.02. bis 3.05.2020

Veranstalter: Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e. V.

 

 

Wer kommt ins Museum...?! Museumsverbund wendet sich mit museumspädagogischer Broschüre an die Schulen

Die neue museumspädagogische Broschüre der Museen im Landkreis Celle e. V. ist der Auftakt einer neuen Initiative zur stärkeren Bewerbung der musealen Einrichtungen als außerschulische Lernorte. Nach Auffassung der Museumsmacher*innen im Landkreis nutzen die hiesigen Schulen die Museen immer noch viel zu wenig. Dabei sehen die Museen ihre Aufgabe heutzutage längst nicht mehr nur im Sammeln und Bewahren, sondern gerade in der zielgruppengerechten, anschaulichen Vermittlung. Und dafür bieten die Ausstellungshäuser auch häufig ganz andere Voraussetzungen und Möglichkeiten als die Schulen, nicht nur aufgrund ihrer authentischen Objekte.


Die museumspädagogische Broschüre stellt ein Angebot an die Schulen dar. Sie ist daher explizit am Bedarf der Schulen bzw. an den Vorgaben der niedersächsischen Kerncurricula ausgerichtet. Somit kann ein(e) Lehrer*in auch ohne Kenntnis der Museumslandschaft über ein beigefügtes Register ein zum Unterricht passendes Museumsangebot ausfindig machen. Die Anreise ist dann in der Regel schnell und kostenlos organisiert – dank des “Museumsbus”, einem von der Bürgerstiftung Celle in Verbindung mit dem Landkreis finanzierten Projektes.

 

Die Broschüre steht hier zum Download bereit und kann auch in der Geschäftsstelle im Deutschen Erdölmuseum erworben werden:

 

Broschüre "Wer kommt ins Museum...?!"
Museumspädagogik-Museen_Celle_Web.pdf
PDF-Dokument [1.1 MB]

Ausstellung "Zwei Maler - ein Motiv" im Albert-König-Museum

Unter dem Motto „Zwei Maler – Ein Motiv“ stellt das Albert-König-Museum erstmals Werke einer zeitgenössischen Künstlerin motivgleichen Werken Albert Königs gegenüber, um den Blick für das zu schärfen, was „die Handschrift des Künstlers“ genannt wird. Eigenarten des Bildaufbaus, der Farb- und Materialwahl sowie die Malweise eines Künstlers werden besonders gut durch vergleichendes Betrachten erkennbar.

 

Während Albert König der Landschaft gegenüberstand und im Kieselgur-Abbau eine fremde Welt entdeckte, näherte sich Heike Schlobinski der bizarren Einzelform und unterzog sie der malerischen Erforschung.

 

Freuen Sie sich auf einen Querschnitt der Arbeiten beider Künstler im Vergleich!

 

Laufzeit der Ausstellung: 26.01. bis 26.04.2020

 

Öffnungszeiten: Samstag/Sonntag von 14.30 bis 17.30 Uhr und nach Vereinbarung

 

Anschrift und Kontakt: Albert-König-Museum, Albert-König-Straße 10, 29345 Südheide OT Unterlüß; Tel.: 05827/369, E-Mail: info[at]albertkoenigmuseum.de

 

 

"Kalter Krieg und heißer Beat" im Bomann-Museum Celle

Flower Power, 68er-Bewegung, Beatles, Woodstock, Farbfernsehen und Mondlandung – das verbindet man gemeinhin in den alten Bundesländern bzw. der damaligen Bundesrepublik mit den 1960er Jahren. Bilder von Aufbruch und Protest der Jugend, besonders der Studenten in den Großstädten, haben sich tief in das kollektive Gedächtnis eingegraben.

 

Die Ausstellung nimmt den langen Zeitraum von 1958 bis 1973 ins Visier. Das Haupt-augenmerk liegt dabei auf dem privaten Bereich, speziell auf den Veränderungen, die es für Frauen und Kinder, für die Familien und natürlich für jeden Einzelnen gibt und die sich vor dem Hintergrund der großen Umwälzungen als folgenreich erweisen, auch in Celle. Der Protest gegen traditionelle Strukturen verändert langfristig Familien und Beziehungen, das Berufsleben, Geschlechterrollen und Moralvorstellungen und damit die Gesellschaft. Dabei ist das Nebeneinander von Tradition und Moderne im Alltag allerdings oft konfliktträchtig oder widersprüchlich. Letztlich geht es um mehr Dialog und um mehr Teilhabe.

 

Ein neues Leitbild entsteht – Jugendlichkeit –, das immer noch aktuell ist und dessen Folgen auch heute sichtbar sind. Nach einer Einführung in den politischen Gesamtzusammenhang widmet sich die Schau den folgenden Themen: Modekultur, Wohnkultur, Konsum- und Freizeitkultur, Kinder- und Jugendkultur. Auch die Musik der Zeit kann gehört werden: eine besondere Sequenz gilt den Barking Bats, einer zuerst als Schülerband spielenden und bis heute in der originalen Besetzung auftretenden Band.

 

Die Ausstellung räumt mit einigen Mythen der „68er“ auf und bietet viele Anbindungen an die Gegenwart. Mitmachstationen laden zum aktiven Erleben der Ausstellung und zum Musik-hören ein und sollen auch Familien und Kinder ansprechen.

 

Laufzeit der Ausstellung: 8.11.2019 bis 14.04.2020.

 

Anschrift und Kontakt: Bomann-Museum Celle, Schlossplatz 7, 29221 Celle;  Öffentlichkeitsarbeit: Hilke Langhammer M. A., Tel.: 05141/12-4504, E-Mail: hilke.langhammer[at]celle.de

 

 

Ausstellung "Suche nach Herkunft. NS-Raubkunst im Bomann-Museum?!"

Seit dem 5. Juli zeigt das Bomann-Museum in einer Sonderausstellung ausgewählte Ergebnisse aus drei Jahren Provenienzforschung.

 

Hinter dem Begriff Provenienzforschung verbirgt sich die Recherche nach der Herkunft von Objekten. Sie war schon immer Teil der musealen Arbeit, hat aber mit der Washingtoner Erklärung von 1998 eine neue Relevanz bekommen. In dieser Erklärung bekräftigten 44 Staaten die Absicht, Maßnahmen zur Auffindung unrechtmäßig entzogener Kulturgüter zu unternehmen. In solchen Fällen sollen gerechte und faire Lösungen mit den zumeist jüdischen Opfern oder ihren Nachkommen gefunden werden. 2016 begann das Bomann-Museum mit Unterstützung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste die systematische Überprüfung der Sammlungszugänge aus den Jahren 1933 bis 1945.

 

Entsprechend der Vielseitigkeit der Celler Sammlung sind sehr unterschiedliche Objektgruppen zu untersuchen. Dabei ist detektivischer Spürsinn gefragt, um die Herkunft so weit wie möglich zu klären. Dies kann sehr zeitintensiv sein und nicht immer gelingt unmittelbar eine lückenlose Rekonstruktion der Objektbiografie. Zahlreiche Quellen sind dabei zu sichten: angefangen von den Spuren auf dem jeweiligen Objekt über die Dokumentation im eigenen Haus bis hin zu Unterlagen in Archiven im In- und Ausland.

 

Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über wichtige Ergebnisse, aber auch Herausforderungen bei der bisherigen Forschungsarbeit. Sie beleuchtet sowohl die Zugänge aus lokalem jüdischem Besitz nach 1933 als auch Erwerbungen aus dem Kunsthandel, insbesondere bei Hans W. Lange in Berlin. Darunter konnten bisher mehrere Objekte identifiziert werden, die infolge des systematischen NS-Kunstraubs in Europa enteignet wurden, unter anderem in den Niederlanden und Frankreich. Zwei 1943 erworbene Gemälde gehörten zuvor zur Sammlung des Hitler-Fotografen Heinrich Hoffmann. Diese und weitere Fälle sowie die spannenden Recherchewege können in der Ausstellung anschaulich nachvollzogen werden.

 

Laufzeit der Ausstellung: bis 29.03.2020

 

Anschrift und Kontakt: Bomann-Museum Celle, Schlossplatz 7, 29221 Celle;  Öffentlichkeitsarbeit: Hilke Langhammer M. A., Tel.: 05141/12-4504, E-Mail: hilke.langhammer[at]celle.de

 

 

Kinder filmten im Museum

Unter dem Motto "Museum bewegt" haben die Museen im Landkreis Celle e. V. im Frühjahr 2017 ein Kinder-Kurzfilmprojekt in Kooperation mit dem Kreismedienzentrum ins Leben gerufen. Die Idee war, Schüler und Schülerinnen der 4. und 5. Klasse von sechs Schulen im Landkreis zu animieren, die hiesigen Museen als besondere Orte mit spannenden Geschichten zu entdecken.

 

Sechs Schülergruppen begaben sich in Begleitung des Kinderbuchautors, Schauspielers und Filmemachers Thomas J. Hauck jeweils einen ganzen Tag lang auf Erkundungstour in einem der Mitgliedsmuseen und ersannen fantasievolle und fantastische Geschichten, die dann mit der Digitalkamera abgedreht wurden. Der Schnitt erfolgte anschließend im Medienzentrum Celle bzw. direkt an den beteiligten Schulen.

 

Die Kurzfilme sollten auf phantasievolle, emotionale, durchaus auch schräge, traurige oder witzige – in jedem Fall subjektive – Art und Weise Museumsinhalte in Szene setzen und aus einer ungewöhnlichen Perspektive zeigen. Sämtliche Filme wurden am 20. Mai in den Kammerlichtspielen Celle uraufgeführt. Auch wurde eine DVD mit allen Beiträgen produziert.

 

Das Projekt wurde ermöglicht durch die finanzielle Förderung des Lüneburgischen Landschaftsverbandes.

 

Doku und alle Infos zum Projekt unter

 

www.museummovies.de

 

Museumsverbund mit neuem Namen

Der Museumsverbund im Landkreis Celle trägt ab sofort einen neuen Namen: Auf der Mitgliederversammlung am 5.12.2016 wurde beschlossen, dass der Verein künftig unter der Bezeichnung "Museen im Landkreis Celle e. V." firmiert. Damit soll eine stärkere Öffentlichkeitsorientierung zum Ausdruck gebracht werden. "Für potenzielle Besucher ist die Organisationsform nicht relevant", so der Geschäftsführer. "Sie interessieren sich vielmehr für die Vielfalt und das Angebot der im Landkreis befindlichen Museen." Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte mit Wirkung vom 23.01.2017.

 

Im Zuge der Namensänderung soll auch ein neues Logo entwickelt und der Außenauftritt angepasst werden. Die Website wird eine ansprechendere, zeitgemäße Optik erhalten und soll auch verbesserte Informationsmöglichkeiten bieten.

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Museen im Landkreis Celle e. V.