AKTUELLES

Achtung: Die Museen im Landkreis sind coronabedingt zurzeit geschlossen!

Aufgrund der neuen Niedersächsischen Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus müssen alle Museen im Lande bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

 

Online-Tagung: Regionaler Kunsthandel - eine Herausforderung für die Provenienzforschung?!

Der Kunsthandel ist für Museen verschiedener Größe immer eine wichtige Bezugsquelle, wenn die Sammlung gezielt erweitert werden soll. Neben den großen Auktionshäusern hat der regionale Kunstund Antiquitätenhandel hierbei einen erheblichen Anteil. Für die Provenienz-recherche ergeben sich hier jedoch besondere Herausforderungen. Die Quellenlage ist nicht selten problematisch, gerade wenn weder Auktions- und Verkaufskataloge noch Geschäftsunterlagen überliefert sind. Daher soll die Tagung zur Vernetzung der Ergebnisse beitragen und eine Diskussion darüber anregen, wie trotz schwieriger Quellenlage eine bestmögliche Recherche stattfinden kann. Auch aus diesem Grund ist das Programm nicht nur für die Provenienzforschung in Norddeutschland von Interesse.

 

Im ersten Teil der Tagung steht vor allem der regionale Kunsthandel in Hannover im Vordergrund, der für das Bomann-Museum zwischen 1933 und 1945 eine wichtige Bezugsquelle war, was Gegenstand des einführenden Beitrags ist. Die folgenden Vorträge erweitern das Bild und beleuchten die Beziehungen des örtlichen Kunsthandels zu den Museen in Hannover und Südniedersachsen. Dabei werden sowohl verschiedene Händlerbiografien als auch die Erkenntnisse zur Rolle des regionalen Kunsthandels beim NSverfolgungsbedingten Kulturgutentzug herausgearbeitet.

 

Im zweiten Teil der Tagung wird dann zunächst der Blick auf die Veräußerung von jüdischem Umzugsgut in Bremen und Hamburg gerichtet, das nicht nur von Ortsansässigen, sondern auch von auswärtigen Personen und Händlern, u. a. aus Berlin, ersteigert wurde. Vorträge zur Hamburger Kunsthandlung Huelsmann und zu den Galeristen Herbert von Garvens und Otto Ralfs als Scouts der künstlerischen Avantgarde im Norden ergänzen das Bild.

 

Der Programmflyer steht unten zum Download bereit.

 

Die Tagung wird in digitaler Form stattfinden. Ein Link mit dem Zugangscode für die Teilnahme wird in der Woche vor dem Termin zugeschickt. Daher wird um eine Anmeldung per E-Mail bis zum 21.02.2021 gebeten: bomann-museum[at]celle.de

 

Datum: 1.03.2021, 10.00-17.00 Uhr

 

Eine Veranstaltung des Bomann-Museums Celle mit Unterstützung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste und des Lüneburgischen Landschaftsverbandes.

 

 

Programmflyer Online-Tagung
Programmflyer_regionaler Kunsthandel.pdf
PDF-Dokument [4.0 MB]

"echt! klein" - Puppenhäuser aus drei Privatsammlungen im Bomann-Museum Celle

Die Ausstellung vereint Puppenhäuser aus drei unterschiedlichen Privatsammlungen zu einem spannenden Einblick in die Welt des Kleinen. So kann man mit den Sammlungen Gottschlich (Celle), Krenz (Hermannsburg) und Keusemann (Duisburg) nicht nur deutsch-deutsche Architektur- und Einrichtungsgeschichten erleben, sondern sich auch in die Lundby-Designwelten entführen lassen und die faszinierenden Details der Mini-Mundus-Puppenwelt bestaunen. Mini-Puppen, gekleidet in der Mode der dargestellten Epochen, ergänzen die Schau.

 

Die Ausstellung zeigt den Wandel eines traditionellen Anschauungsobjekts und Spielzeugs bis zur Gegenwart. Puppenhäuser sind dabei Zeitzeugen, kultige Sammlungsobjekte und Kunstwerke. Sie lassen Architektur-, Design- und Technikgeschichte lebendig werden und regen zur Auseinandersetzung mit der Kindheit sowie mit Geschlechterrollen und -klischees an. Puppenhäuser sind Abbild der realen Welt, spiegeln Lebensart und Zeitgeist der einzelnen Epochen, denen sie entstammen, wider. Sie verkörpern aber auch Wunschbilder, „heile“ Welten. Der verkleinerte Maßstab der Erwachsenenwelt fasziniert Kinder und Erwachsene gleichermaßen. 

 

In der Ausstellung kann auch aktiv mitgemacht werden: Puppenhäuser lassen sich einrichten und mit einer App spielerisch erkunden.

 

Laufzeit der Ausstellung: 1.12.2020 bis 5.04.2021; während der coronabedingten Schließung können Bilder der Ausstellung unter diesem Link angeschaut werden.

 

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11.00 bis 17.00 Uhr.

 

Anschrift und Kontakt: Bomann-Museum Celle, Schlossplatz 7, 29221 Celle, T. 05141/12 45 40.

 

 

"DA VINCI 500 - Bewegende Erfindungen" im Bomann-Museum Celle

Leonardo da Vinci, das „Universalgenie“, ist vielen vor allem als Maler der Mona Lisa bekannt. Aber auch als Künstler, Ingenieur mit Visionen, Naturwissen-schaftler, Schriftsteller und Gelehrter entwickelte er Ideen, die seiner Zeit weit voraus waren. Sein breites Wirkungsfeld, seine ausgeklügelten und innovativen Erfindungen, die er in unzähligen Skizzen und Zeichnungen festhielt, faszinieren die Menschen seit 500 Jahren. Auch heute noch finden sich zahlreiche Spuren seiner Ideen im gegenwärtigen Alltag.

 

Die Ausstellung „DA VINCI 500 – Bewegende Erfindungen“ zeigt Modelle, die von Studierenden des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Fachhochschule Bielefeld auf Grundlage von Leonardos Zeichnungen entwickelt wurden. So können die Besucher*innen zum Beispiel eine Schnellbaubrücke aufbauen, mit einem Kran schwere Lasten heben oder sich selbst mit Hilfe eines Flaschenaufzuges in die Höhe ziehen und lernen wichtige Maschinenelemente und Bewegungs-umwandlungen in Getrieben kennen. Hierdurch erhalten sie Einblicke in die Grundlagen des Maschinenbaus und technischen Entwicklungen, die bis heute die Gegenwart bestimmen.

 

Leonardo hat die mechanischen Geräte und Apparaturen nie real hergestellt hat, sein Ruf als genialer Erfinder basiert auf seinen vielen Zeichnungen. Er war extrem neugierig und wollte immer ganz genau wissen, wie die Natur funktioniert und alles zusammenhängt.

Alle Modelle sind interaktiv und können angefasst, ausprobiert und bewegt werden. Sie machen Technik im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar und laden Besucher*innen aller Altersstufen zum Spielen und Experimentieren ein.

 

Unter Berücksichtigung der aktuellen Situation durch COVID-19 ist die Benutzung der ausgestellten Modelle weitestgehend uneingeschränkt und mit im Museum kostenfrei erhältlichen Handschuhen möglich.

 

Laufzeit der Ausstellung: 1.12.2020 bis 7.04.2021

 

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11.00 bis 17.00 Uhr.

 

Anschrift und Kontakt: Bomann-Museum Celle, Schlossplatz 7, 29221 Celle, T. 05141/12 45 40.

 

 

"Motiv: Mensch". Eine Ausstellung der Porträts und Menschenbilder von Albert König in Unterlüß

Albert König ist als Maler der Heidelandschaften, des Waldes und der Kieselgurgruben bekannt. Seine angebliche Menschenscheu, gepaart mit seiner großen Liebe zur Natur, habe dazu geführt, dass er kaum Menschen gemalt habe. Dass dies nicht ganz richtig ist, zeigt die neue Ausstellung des Museums in Unterlüß, die mehr als 40 Porträts und Menschenbilder von Albert König präsentieren wird. Aktzeichnungen und Porträt-Entwürfe aus seiner Studienzeit in München und Berlin stehen neben bekannten Gemälden des erfolgreichen Künstlers wie etwa das „Selbstbildnis mit Palette“. Aber auch selten gezeigte allegorische Bilder und Szenen aus dem Leben der Bauern beweisen Königs vielseitiges Interesse am Motiv „Mensch“.

 

Laufzeit der Ausstellung: 11.10.2020 bis 28.02.2021

 

Öffnungszeiten: bis 31.10. Dienstag bis Sonntag 14.30 bis 17.30 Uhr; ab dem 01.11. Samstag/Sonntag 14.30 bis 17.30 Uhr und nach Vereinbarung.

 

Anschrift und Kontakt: Stiftung Albert-König-Museum Unterlüß, Albert-König-Straße 10, 29345 Südheide; T. 05052 / 6545 oder 05827 / 369

 

 

Ausstellung "Parallel Worlds. Art, Science & Fiction" im Kunstmuseum Celle

Kunst und Wissenschaft wirken wie verschiedene Welten: Daten und Fakten auf der einen – Fantasie und Fiktion auf der anderen Seite. Vermeintlich unvereinbar. Zumindest heute.Universalgelehrte wie da Vinci, Leibniz und Goethe sahen noch keinen Widerspruch zwischen beiden Herangehensweisen. Sie waren getrieben von der Sehnsucht, die Ursachen der Dinge zu verstehen und der Schöpfung ihre Geheimnisse zu entlocken. Mal taten sie das als Forscher, mal als Künstler, mal als Philosophen. Motor ihres Handelns war die unbändige Neugier, die Menschen noch immer dazu bewegt, die Welt entdecken und begreifen zu wollen.

 

Und genau diese Neugier nimmt die Ausstellung "Parallel Worlds. Art, Science & Fiction" durch den Blick auf die Schnittstellen von Kunst und Wissenschaft in den Fokus. Daten werden zum Rohmaterial, das mit methodischer Akribie in beeindruckende Bilder übersetzt wird. Künstler*innen stellen Behauptungen auf, die Forscher*innen lange nicht widerlegen werden. Programme und Maschinen übertrumpfen Poeten. Im Spannungsfeld zwischen den Polen werden wissenschaftliche Ordnungen zum Gegenstand künstlerischer Forschung.

Besucher*innen entdecken in der Ausstellung Kunst und Wissenschaft neu. Abseits vom wissenschaftlichen Rahmen zeigen die Werke Möglichkeiten, von der allgegenwärtigen Konditionierung auf Effektivität, Wirtschaftlichkeit und Zweckorientierung abzuweichen, der scheinbaren Eindeutigkeit von Daten zu entfliehen und der Neugier freien Lauf zu lassen.

 

Laufzeit der Ausstellung: 27.09.2020 bis 28.02.2021

 

Anschrift und Kontakt: Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon, Schlossplatz 7, 29221 Celle, T. 05141 / 12 45 21.

 

Wer kommt ins Museum...?! Museumsverbund wendet sich mit museumspädagogischer Broschüre an die Schulen

Die neue museumspädagogische Broschüre der Museen im Landkreis Celle e. V. ist der Auftakt einer neuen Initiative zur stärkeren Bewerbung der musealen Einrichtungen als außerschulische Lernorte. Nach Auffassung der Museumsmacher*innen im Landkreis nutzen die hiesigen Schulen die Museen immer noch viel zu wenig. Dabei sehen die Museen ihre Aufgabe heutzutage längst nicht mehr nur im Sammeln und Bewahren, sondern gerade in der zielgruppengerechten, anschaulichen Vermittlung. Und dafür bieten die Ausstellungshäuser auch häufig ganz andere Voraussetzungen und Möglichkeiten als die Schulen, nicht nur aufgrund ihrer authentischen Objekte.


Die museumspädagogische Broschüre stellt ein Angebot an die Schulen dar. Sie ist daher explizit am Bedarf der Schulen bzw. an den Vorgaben der niedersächsischen Kerncurricula ausgerichtet. Somit kann ein(e) Lehrer*in auch ohne Kenntnis der Museumslandschaft über ein beigefügtes Register ein zum Unterricht passendes Museumsangebot ausfindig machen. Die Anreise ist dann in der Regel schnell und kostenlos organisiert – dank des “Museumsbus”, einem von der Bürgerstiftung Celle in Verbindung mit dem Landkreis finanzierten Projektes.

 

Die Broschüre steht hier zum Download bereit und kann auch in der Geschäftsstelle im Deutschen Erdölmuseum erworben werden:

 

Broschüre "Wer kommt ins Museum...?!"
Museumspädagogik-Museen_Celle_Web.pdf
PDF-Dokument [1.1 MB]

Kinder filmten im Museum

Unter dem Motto "Museum bewegt" haben die Museen im Landkreis Celle e. V. im Frühjahr 2017 ein Kinder-Kurzfilmprojekt in Kooperation mit dem Kreismedienzentrum ins Leben gerufen. Die Idee war, Schüler und Schülerinnen der 4. und 5. Klasse von sechs Schulen im Landkreis zu animieren, die hiesigen Museen als besondere Orte mit spannenden Geschichten zu entdecken.

 

Sechs Schülergruppen begaben sich in Begleitung des Kinderbuchautors, Schauspielers und Filmemachers Thomas J. Hauck jeweils einen ganzen Tag lang auf Erkundungstour in einem der Mitgliedsmuseen und ersannen fantasievolle und fantastische Geschichten, die dann mit der Digitalkamera abgedreht wurden. Der Schnitt erfolgte anschließend im Medienzentrum Celle bzw. direkt an den beteiligten Schulen.

 

Die Kurzfilme sollten auf phantasievolle, emotionale, durchaus auch schräge, traurige oder witzige – in jedem Fall subjektive – Art und Weise Museumsinhalte in Szene setzen und aus einer ungewöhnlichen Perspektive zeigen. Sämtliche Filme wurden am 20. Mai in den Kammerlichtspielen Celle uraufgeführt. Auch wurde eine DVD mit allen Beiträgen produziert.

 

Das Projekt wurde ermöglicht durch die finanzielle Förderung des Lüneburgischen Landschaftsverbandes.

 

Doku und alle Infos zum Projekt unter

 

www.museummovies.de

 

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