AKTUELLES

„Omas Waschtag“ im Dorfmuseum Langlingen am Sonntag, den 4. August

Saubere Wäsche ist der Stolz jeder Hausfrau. Die Mitwirkenden des Dorfmuseums zeigen von 13.00 bis 17.00 Uhr, wie sie ohne Strom und ohne Waschmaschine früher gemacht wurde. An diesem Tag regiert das Waschbrett im Reigen mit der Kernseife und der Muskelkraft unserer Frauen. Der Waschkessel wird angeheizt, um die Wäsche zu kochen. Eimer für Eimer muss das Wasser eingefüllt werden, anschließend alles umfüllen in den Waschzuber, wieder Eimer für Eimer. Einweichen, wringen, spülen und nochmal spülen und….

 

Waschen war harte Knochenarbeit, kein nostalgisches Vergnügen! Waschbrett, Zinkwanne, Zuber, Wäschestampfer, hölzerne „Waschautomaten“ und viele andere Teile werden in Aktion gezeigt. Natürlich auch mit passenden Wäschestücken.

 

Wer sich stärken muss, der kann einen Pott Kaffee mit leckerem, selbstgebackenem Kuchen in der Museumskaffeestube genießen. Der Eintritt ist frei.

 

Anschrift: Dorfmuseum Langlingen, Hauptstraße 40, 29364 Langlingen

 

Sommerliche Kunstausstellung auf dem Winser Museumshof

In diesem Jahr gestaltet die Ausstellung im „Grooden Hus“ Marion Skiba aus Nienhagen. 1996 begann sie ihre künstliche Tätigkeit zunächst mit Aquarellmalerei, erweiterte sie aber autodidaktisch schnell durch Arbeiten in Acryl und in Acrylmischtechniken, Ölmalerei und Ei-Tempera. Gegenständliche Motive in zarten Farben sind ebenso vertreten wie abstrakte Motive in kräftigen Tönen.

 

Das nötige Handwerkszeug erwarb sie in Kursen bei Sylvia Klein, Monika Dittrich und Renate Lübke, mit der sie 2005 auch eine Studienreise nach Mallorca unternahm. Seit 1999 stellt sie aus: vor allem in ihrem Heimatort Nienhagen, aber auch in Wathlingen und Winsen, wo sie nun erneut auf dem Museumshof zu Gast ist. Wir laden herzlich zur Eröffnung am Sonntag, dem 14. Juli um 11.30 Uhr ein.

 

Öffnungszeiten: Mittwoch, Freitag und Sonnabend von 15 bis 18 Uhr, Sonntag 11 bis 18 Uhr. Am 4. August schließt die Ausstellung wegen eines Benefizkonzerts bereits um 14 Uhr. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei; die Werke können nach der Finissage erworben werden.

 

Laufzeit der Ausstellung: bis 11.08.2019

 

Öffnungszeiten: Mittwoch und Sonnabend von 15.00 bis 18.00 Uhr, Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr, Einlass jeweils bis 17.00 Uhr.

 

Anschrift und Kontakt: Winser Museumshof, Brauckmanns Kerkstieg 6, 29308 Winsen/Aller, Tel. 05143–8140

 

 

Ausstellung "Suche nach Herkunft. NS-Raubkunst im Bomann-Museum?!"

Seit dem 5. Juli zeigt das Bomann-Museum in einer Sonderausstellung ausgewählte Ergebnisse aus drei Jahren Provenienzforschung.

 

Hinter dem Begriff Provenienzforschung verbirgt sich die Recherche nach der Herkunft von Objekten. Sie war schon immer Teil der musealen Arbeit, hat aber mit der Washingtoner Erklärung von 1998 eine neue Relevanz bekommen. In dieser Erklärung bekräftigten 44 Staaten die Absicht, Maßnahmen zur Auffindung unrechtmäßig entzogener Kulturgüter zu unternehmen. In solchen Fällen sollen gerechte und faire Lösungen mit den zumeist jüdischen Opfern oder ihren Nachkommen gefunden werden. 2016 begann das Bomann-Museum mit Unterstützung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste die systematische Überprüfung der Sammlungszugänge aus den Jahren 1933 bis 1945.

 

Entsprechend der Vielseitigkeit der Celler Sammlung sind sehr unterschiedliche Objektgruppen zu untersuchen. Dabei ist detektivischer Spürsinn gefragt, um die Herkunft so weit wie möglich zu klären. Dies kann sehr zeitintensiv sein und nicht immer gelingt unmittelbar eine lückenlose Rekonstruktion der Objektbiografie. Zahlreiche Quellen sind dabei zu sichten: angefangen von den Spuren auf dem jeweiligen Objekt über die Dokumentation im eigenen Haus bis hin zu Unterlagen in Archiven im In- und Ausland.

 

Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über wichtige Ergebnisse, aber auch Herausforderungen bei der bisherigen Forschungsarbeit. Sie beleuchtet sowohl die Zugänge aus lokalem jüdischem Besitz nach 1933 als auch Erwerbungen aus dem Kunsthandel, insbesondere bei Hans W. Lange in Berlin. Darunter konnten bisher mehrere Objekte identifiziert werden, die infolge des systematischen NS-Kunstraubs in Europa enteignet wurden, unter anderem in den Niederlanden und Frankreich. Zwei 1943 erworbene Gemälde gehörten zuvor zur Sammlung des Hitler-Fotografen Heinrich Hoffmann. Diese und weitere Fälle sowie die spannenden Recherchewege können in der Ausstellung anschaulich nachvollzogen werden.

 

Laufzeit der Ausstellung: bis 29.03.2020

 

Anschrift und Kontakt: Bomann-Museum Celle, Schlossplatz 7, 29221 Celle;  Öffentlichkeitsarbeit: Hilke Langhammer M. A., Tel.: 05141/12-4504, E-Mail: hilke.langhammer[at]celle.de

 

 

Bilder-Ausstellung "In der Männerwelt" im Albert-König-Museum Unterlüß

Als im Jahr 2017 die Ausstellung „Sommer der Frauen – Künstlerinnen unter uns“ eröffnet wurde, war schnell klar, dass eine entsprechende Ausstellung auch mit Werken männlicher Kollegen organisiert werden musste. Diese wird nun unter dem Titel „In der Männerwelt“ am 23. Juni im Albert-König-Museum Unterlüß eröffnet.

 

Wie auch in der Vorgänger-Version sind Werke verschiedenster Art und Gestaltung zu sehen. Sie stammen von Künstlern aus Celle, Großmoor, Hermannsburg, Klein Hehlen, Neuenhäusen, Oldendorf, Westercelle, Wietzenbruch und Winsen.

 

Konkrete wie abstrakte Arbeiten, Malerei, Grafik und bildhauerische Werke waren gleichermaßen erwünscht und zeigen die Qualität der künstlerischen Arbeit in unserer Region. Können sie aber auch die Frage beantworten, ob sich thematisch, motivisch und/oder technisch Werke von Künstlern und Künstlerinnen unterscheiden?

 

Im Zuge der Vorbereitungen ist der Kuratorin Dietrun Otten aufgefallen, dass die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem gestellten Thema bei den Künstlern vielfach bereits vorhanden war. Die Frage nach männlicher Identität oder nach dem, was Männern wichtig ist, scheint im Werk vieler Künstler eine zentrale Frage zu sein. Dennoch mag sich mancher Besucher fragen, was an den ausgestellten Werken aus der „Männerwelt“ stammt. Nicht allein die abstrakten Arbeiten lassen nicht notwendigerweise auf einen männlichen Urheber schließen, auch so manches andere Werk erfüllt sicher nicht die erstbeste Klischeevorstellung von „männlicher Kunst“. Beim Betrachten der Werke treffen die Erwartungen der Besucher mit den Vorstellungen des Künstlers und der Auswahl der Kuratorin zusammen – eine durchaus spannende Dreiecksbeziehung!

 

Teilnehmende Künstler: Horst Günter Brune, Norbert Diemert, Frank Ehlert, Jens Hemme, Dietrich Klatt, Werner Kunz, Jörg Pippirs, Hans-Udo Strohmeyer, Reinhold Tautorat, Karl Thun (mit RWLE Möller), Martin Wilke

 

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 14.30 bis 17.30 Uhr und nach Vereinbarung. Eröffnung am 23. Juni um 11.30 Uhr. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der im Albert-König-Museum erhältlich ist.

 

Anschrift und Kontakt: Stiftung Albert-König-Museum Unterlüß, Albert-König-Straße 10, 29345 Südheide´; Tel.: 05052-6545/05827-369

 

 

Synagoge Celle zeigt "Schritte zur Erinnerung: NS-Verfolgte aus den Benelux-Ländern im Zuchthaus Hameln"

Diese Ausstellung ist den 871 Männern aus den Benelux-Staaten gewidmet, die als Gefangene während des Zweiten Weltkriegs im Zuchthaus Hameln einsitzen mussten. Sie waren zumeist Widerstandskämpfer. Wegen der dramatisch verschlechterten Haftbedingungen nach 1943 und der Todesmärsche, auf die sie 1945 beim Herannahen der Alliierten vorzugsweise geschickt wurden, sind unter ihnen überproportional viele Opfer (insgesamt 220) zu beklagen.

 

Jedes einzelne Haftschicksal brachte Angehörigen und Freunden Ungewissheit und Leid. Angehörige, deren Ehemann, Sohn oder Vater nicht in die Heimat zurückkehrte, litten ihr Leben lang unter dem Verlust. Nicht selten war die Suche nach einem Grab vergebens. Viele Familien blieben mit diesem Verlust allein. Von deutscher Seite kam kein noch so kleines Zeichen des Bedauerns.

 

Der Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln hat über viele Jahre Kontakte zu ehemaligen Gefangenen und Nachkommen in der Haft verstorbener Gefangener in den Benelux-Staaten aufgebaut. Die Ausstellung, die exemplarische Häftlingsschicksale zeigt, wurde durch Bernhard Gelderblom und Mario Keller-Holte erarbeitet.

 

Das Projekt „Benelux-Bürger im NS-Zuchthaus Hameln“ wurde vom Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ der EU und der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in Celle unterstützt.

 

Ort: Celler Synagoge, Im Kreise 24

Laufzeit: 25. April bis 4. August 2019

Veranstalter: Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.

 

 

"Die Welt ist voller Musik: 150 Jahre Männergesangverein Germania Eschede" in Markmanns Spielzeugstuben

 „Die Welt ist voller Musik“. Vor 150 Jahren wurde der Männerchor Germania in Eschede gegründet. Durch Dokumente, Urkunden und ausgestellte Bilder werden Erinnerungen wach. Im Wandel der Zeit hat sich vieles verändert. In den Vitrinen wird die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts wieder lebendig.

 

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9.00 bis 12.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr, Samstag von 9.00 bis 12.00 Uhr und nach Vereinbahrung

 

Laufzeit der Ausstellung: bis 21.09.2019

 

Anschrift und Kontakt: Markmanns Spielzeugstuben, Bahnhofstraße 1, 29348 Eschede, Tel. 05142/831

 

 

Bomann-Museum zeigt: "Schwarze Kunst. Entdeckung einer Farbe im Werk von Eberhard Schlotter"

Für Eberhard Schlotter ist Schwarz eine künstlerische Herausforderung: Es verhüllt und macht sichtbar zugleich. Inspiriert von der ambivalenten Wirkung dieser Farbe erobert der Künstler das Schwarz für seine Bildwelten. Die Farbe ist malerisches Mittel, optisches Werkzeug und vielschichtiger Bedeutungsträger.

 

Anhand ausgewählter Gemälde und Grafiken aus fünf Schaffensjahrzehnten folgt die Ausstellung den Spuren der unbunten Farbe und zeigt die Feinheiten der Darstellungsmöglichkeiten von der pointierten Kontur bis zum absoluten Schwarz.

 

Eberhard Schlotter (1921–2014) entdeckte mit dem harten Licht Spaniens die Qualitäten des Schattens und somit auch die Spielarten der Dunkelheit. Er nutzte die Varietäten von Schwarz als malerische Provokation gegen die Farbenwelt und fand eigenwillige Ausdrucksformen für emotionale Extremzustände und magische Zwischenreiche. Motivisch stellte er Schwarz vor allem auch in der Grafik oft ins Zentrum der Aufmerksamkeit und erweiterte mit technischen Raffinessen das Spektrum schwarzer Nuancen.  

 

Die Ausstellung ermuntert zum Nachdenken über Wirkung und Bedeutung des Phänomens Schwarz und macht deutlich: Schwarz ist weit mehr als nur eine Farbe!

 

Der Eröffnungsvortrag beginnt am 3. März um 11.30 Uhr im Kinosaal des Bomann-Museums. Der Eintritt ist frei. Die erste öffentliche Führung mit Kuratorin Daphne Mattner ist am Sonntag, 10.03. um 11.30 Uhr.

 

Laufzeit der Ausstellung: bis 3.11.2019.

 

Anschrift und Kontakt: Bomann-Museum Celle, Schlossplatz 7, 29221 Celle;  Öffentlichkeitsarbeit: Hilke Langhammer M. A., Tel.: 05141/12-4504, E-Mail: hilke.langhammer[at]celle.de

 

 

Kinder filmten im Museum

Unter dem Motto "Museum bewegt" haben die Museen im Landkreis Celle e. V. im Frühjahr 2017 ein Kinder-Kurzfilmprojekt in Kooperation mit dem Kreismedienzentrum ins Leben gerufen. Die Idee war, Schüler und Schülerinnen der 4. und 5. Klasse von sechs Schulen im Landkreis zu animieren, die hiesigen Museen als besondere Orte mit spannenden Geschichten zu entdecken.

 

Sechs Schülergruppen begaben sich in Begleitung des Kinderbuchautors, Schauspielers und Filmemachers Thomas J. Hauck jeweils einen ganzen Tag lang auf Erkundungstour in einem der Mitgliedsmuseen und ersannen fantasievolle und fantastische Geschichten, die dann mit der Digitalkamera abgedreht wurden. Der Schnitt erfolgte anschließend im Medienzentrum Celle bzw. direkt an den beteiligten Schulen.

 

Die Kurzfilme sollten auf phantasievolle, emotionale, durchaus auch schräge, traurige oder witzige – in jedem Fall subjektive – Art und Weise Museumsinhalte in Szene setzen und aus einer ungewöhnlichen Perspektive zeigen. Sämtliche Filme wurden am 20. Mai in den Kammerlichtspielen Celle uraufgeführt. Auch wurde eine DVD mit allen Beiträgen produziert.

 

Das Projekt wurde ermöglicht durch die finanzielle Förderung des Lüneburgischen Landschaftsverbandes.

 

Doku und alle Infos zum Projekt unter

 

www.museummovies.de

 

Museumsverbund mit neuem Namen

Der Museumsverbund im Landkreis Celle trägt ab sofort einen neuen Namen: Auf der Mitgliederversammlung am 5.12.2016 wurde beschlossen, dass der Verein künftig unter der Bezeichnung "Museen im Landkreis Celle e. V." firmiert. Damit soll eine stärkere Öffentlichkeitsorientierung zum Ausdruck gebracht werden. "Für potenzielle Besucher ist die Organisationsform nicht relevant", so der Geschäftsführer. "Sie interessieren sich vielmehr für die Vielfalt und das Angebot der im Landkreis befindlichen Museen." Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte mit Wirkung vom 23.01.2017.

 

Im Zuge der Namensänderung soll auch ein neues Logo entwickelt und der Außenauftritt angepasst werden. Die Website wird eine ansprechendere, zeitgemäße Optik erhalten und soll auch verbesserte Informationsmöglichkeiten bieten.

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Museen im Landkreis Celle e. V.