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Wer kommt ins Museum...?! Museumsverbund wendet sich mit museumspädagogischer Broschüre an die Schulen

Die neue museumspädagogische Broschüre der Museen im Landkreis Celle e. V. ist der Auftakt einer neuen Initiative zur stärkeren Bewerbung der musealen Einrichtungen als außerschulische Lernorte. Nach Auffassung der Museumsmacher*innen im Landkreis nutzen die hiesigen Schulen die Museen immer noch viel zu wenig. Dabei sehen die Museen ihre Aufgabe heutzutage längst nicht mehr nur im Sammeln und Bewahren, sondern gerade in der zielgruppengerechten, anschaulichen Vermittlung. Und dafür bieten die Ausstellungshäuser auch häufig ganz andere Voraussetzungen und Möglichkeiten als die Schulen, nicht nur aufgrund ihrer authentischen Objekte.


Die museumspädagogische Broschüre stellt ein Angebot an die Schulen dar. Sie ist daher explizit am Bedarf der Schulen bzw. an den Vorgaben der niedersächsischen Kerncurricula ausgerichtet. Somit kann ein(e) Lehrer*in auch ohne Kenntnis der Museumslandschaft über ein beigefügtes Register ein zum Unterricht passendes Museumsangebot ausfindig machen. Die Anreise ist dann in der Regel schnell und kostenlos organisiert – dank des “Museumsbus”, einem von der Bürgerstiftung Celle in Verbindung mit dem Landkreis finanzierten Projektes.

 

Die Broschüre steht hier zum Download bereit und kann auch in der Geschäftsstelle im Deutschen Erdölmuseum erworben werden:

 

Broschüre "Wer kommt ins Museum...?!"
Museumspädagogik-Museen_Celle_Web.pdf
PDF-Dokument [1.1 MB]

Den niedersächsischen Regionen verbunden: Historische Landschaften und moderne Landschaftsverbände

Vom 10. Dezember 2019 bis zum 19. Januar 2020 zeigt das Celler Bomann-Museum eine Wanderausstellung, die mit den Historischen Landschaften und modernen Landschaftsverbänden bedeutende Akteure niedersächsischer Kulturförderung thematisiert. Die vom Residenzmuseum im Celler Schloss konzipierte Präsentation startete vor kurzem im hannoverschen Landtag und wird anschließend an ausgewählten Orten im gesamten Bundesland gezeigt.

 

Von der Nordsee und Ostfriesland bis zur Lüneburger Heide und dem Harz – Niedersachsen vereint unterschiedlichste historisch gewachsene Regionen. Vom Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert wirkten die in ihnen aktiven „Landschaften“ an der jeweiligen Landespolitik mit. Heute existieren Landschaften als Körperschaften des öffentlichen Rechts europaweit nur noch in Niedersachsen und agieren in ihren Regionen als wichtige Kulturförderer. Die sechs Landschaften des historischen Landes Hannover sind zugleich die Träger der Landschaftlichen Brandkasse, Versicherungsgruppe Hannover. Sie bilden den einen Schwerpunkt der Ausstellung. Zum anderen sind es die Landschaftsverbände, die seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als regionale Organisationen der Kultur- und Identitätspflege bestehen. Gemeinsam sind sie heute in der Arbeitsgemeinschaft der Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen (ALLviN) überregional organisiert.

 

Anhand informativ gestalteter Schautafeln und eines interaktiven Medientisches werden die Geschichte und die heutige Bedeutung dieser Akteure veranschaulicht. Insbesondere der Medientisch enthält vielfältige Informationen zu jeder Landschaft und jedem Landschaftsverband in ganz Niedersachsen. Neben historischen Fakten sowie Angaben zu Mitgliedsstrukturen und Förderschwerpunkten werden ausgewählte Beispiele unterschiedlichster Förderprojekte der vergangenen Jahre gezeigt.

 

Damit wird nicht nur deutlich, dass die Landschaften und Landschaftsverbände als Kulturförderer aktiv sind, sondern zudem über ihr vielfältiges Engagement in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Soziales wesentlich zur heutigen soziokulturellen Gestalt Niedersachsens beitragen.

 

Ziel ist es, über die Wanderausstellung niedersachsenweit ein Bewusstsein für diese tragende Rolle der Landschaften und Landschaftsverbände im gesellschafts- und kulturpolitischen sowie regionalen Bereich zu schaffen. Nicht zuletzt sollen so Anregungen gegeben werden, sich mit der jeweiligen Institution in der eigenen Region zu beschäftigen. 

 

Die Präsentation wurde gefördert durch die Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg, den Lüneburgischen Landschaftsverband, die VGH-Stiftung und die VGH Versicherungen. Sie entstand im Vorfeld zu einer neuen Dauerausstellung, die unter dem Titel „Herrschaft und Landschaft – Macht und Teilhabe“ ab Herbst 2020 im Residenzmuseum zu sehen sein wird. Hier werden die Geschichte und die Bedeutung der historischen Landschaften als eine der Wurzeln des heutigen Parlamentarismus im Kontext einer zeitgemäßen Darstellung über bürgerschaftliche Teilhabe und politische Partizipation gezeigt. 

 

Laufzeit der Ausstellung: 10.12.2019 bis 19.01.2020.

 

Anschrift und Kontakt: Bomann-Museum Celle, Schlossplatz 7, 29221 Celle;  Öffentlichkeitsarbeit: Hilke Langhammer M. A., Tel.: 05141/12-4504, E-Mail: hilke.langhammer[at]celle.de

 

 

"Kalter Krieg und heißer Beat" im Bomann-Museum Celle

Flower Power, 68er-Bewegung, Beatles, Woodstock, Farbfernsehen und Mondlandung – das verbindet man gemeinhin in den alten Bundesländern bzw. der damaligen Bundesrepublik mit den 1960er Jahren. Bilder von Aufbruch und Protest der Jugend, besonders der Studenten in den Großstädten, haben sich tief in das kollektive Gedächtnis eingegraben.

 

Die Ausstellung nimmt den langen Zeitraum von 1958 bis 1973 ins Visier. Das Haupt-augenmerk liegt dabei auf dem privaten Bereich, speziell auf den Veränderungen, die es für Frauen und Kinder, für die Familien und natürlich für jeden Einzelnen gibt und die sich vor dem Hintergrund der großen Umwälzungen als folgenreich erweisen, auch in Celle. Der Protest gegen traditionelle Strukturen verändert langfristig Familien und Beziehungen, das Berufsleben, Geschlechterrollen und Moralvorstellungen und damit die Gesellschaft. Dabei ist das Nebeneinander von Tradition und Moderne im Alltag allerdings oft konfliktträchtig oder widersprüchlich. Letztlich geht es um mehr Dialog und um mehr Teilhabe.

 

Ein neues Leitbild entsteht – Jugendlichkeit –, das immer noch aktuell ist und dessen Folgen auch heute sichtbar sind. Nach einer Einführung in den politischen Gesamtzusammenhang widmet sich die Schau den folgenden Themen: Modekultur, Wohnkultur, Konsum- und Freizeitkultur, Kinder- und Jugendkultur. Auch die Musik der Zeit kann gehört werden: eine besondere Sequenz gilt den Barking Bats, einer zuerst als Schülerband spielenden und bis heute in der originalen Besetzung auftretenden Band.

 

Die Ausstellung räumt mit einigen Mythen der „68er“ auf und bietet viele Anbindungen an die Gegenwart. Mitmachstationen laden zum aktiven Erleben der Ausstellung und zum Musik-hören ein und sollen auch Familien und Kinder ansprechen.

 

Laufzeit der Ausstellung: 8.11.2019 bis 14.04.2020.

 

Anschrift und Kontakt: Bomann-Museum Celle, Schlossplatz 7, 29221 Celle;  Öffentlichkeitsarbeit: Hilke Langhammer M. A., Tel.: 05141/12-4504, E-Mail: hilke.langhammer[at]celle.de

 

 

"Chemie im Maleratelier – Öl, Acryl und Tempera" im Albert-König-Museum

„Öl auf Leinwand“ ist wohl die häufigste technische Angabe zu Gemälden und jedem wohl bekannt – doch was heißt das genau? Woraus bestehen Ölfarben, wie unterscheiden sie sich von Acrylfarben? Was heißt eigentlich „Mixed-Media“ und wozu braucht ein Maler Harz?

 

Mit Unterstützung durch den Künstler Reinhold Tautorat und den Restaurator Stephan Sowa, die ihr Fachwissen und Exponate in diese Ausstellung einbrachten, erarbeitete die Kuratorin Dietrun Otten eine etwas andere Ausstellung zum Thema Farbe.

 

Anhand vieler Gemälde von Albert König sowie Leihgaben von Ruth Schimmelpfeng-Schütte und Christiane Theilmann führt diese neue Ausstellung des Albert-König-Museums in Unterlüß die Besucher in die Geheimnisse um die Verwendung und Herstellung moderner Farben ein. 

 

Eröffnung am 29.09.2019 um 11.30 Uhr.

 

Anschrift und Kontakt: Stiftung Albert-König-Museum Unterlüß, Albert-König-Straße 10, 29345 Südheide Tel. 05052-6545 / 05827-369

 

 

 

 

"Lebensläufe. Verfolgung und Überleben im Spiegel der Sammlung von Shaul Ladany" in Bergen-Belsen

Im Alter von acht Jahren wurde Shaul Ladany 1944 mit seiner Familie aus Ungarn in das KZ Bergen-Belsen deportiert. Er gehörte zu den wenigen jüdischen Häftlingen, die aufgrund von Verhandlungen ungarischer und schweizerischer jüdischer Organisationen mit der SS gerettet wurden und im Dezember 1944 in die Schweiz ausreisen durften. Später wanderte Shaul Ladany nach Israel aus und wurde ein bekannter Wissenschaftler und Sportler. Als Geher nahm er an den Olympischen Spielen in München teil und überlebte den Anschlag der palästinensischen Terrorgruppe auf die israelische Mannschaft am 5. September 1972.

 

Shaul Ladany verfügt über eine große Sammlung von Originaldokumenten zu seiner Verfolgung im Nationalsozialismus. Ergänzt um Informationen zur deutschen Besatzungsherrschaft in Serbien und in Ungarn sowie zu den Rettungsbemühungen des ungarischen Zionisten Rudolf Kasztner und zum Neuanfang der Überlebenden im neu gegründeten Staat Israel werden diese Dokumente erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Laufzeit: bis 20. Dezember 2019

 

Anschrift und Kontakt: Gedenkstätte Bergen-Belsen, Anne-Frank-Platz, 29303 Lohheide, Tel. 05051/4759-0, bergen-belsen@stiftung-ng.de

 

 

Ausstellung "Suche nach Herkunft. NS-Raubkunst im Bomann-Museum?!"

Seit dem 5. Juli zeigt das Bomann-Museum in einer Sonderausstellung ausgewählte Ergebnisse aus drei Jahren Provenienzforschung.

 

Hinter dem Begriff Provenienzforschung verbirgt sich die Recherche nach der Herkunft von Objekten. Sie war schon immer Teil der musealen Arbeit, hat aber mit der Washingtoner Erklärung von 1998 eine neue Relevanz bekommen. In dieser Erklärung bekräftigten 44 Staaten die Absicht, Maßnahmen zur Auffindung unrechtmäßig entzogener Kulturgüter zu unternehmen. In solchen Fällen sollen gerechte und faire Lösungen mit den zumeist jüdischen Opfern oder ihren Nachkommen gefunden werden. 2016 begann das Bomann-Museum mit Unterstützung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste die systematische Überprüfung der Sammlungszugänge aus den Jahren 1933 bis 1945.

 

Entsprechend der Vielseitigkeit der Celler Sammlung sind sehr unterschiedliche Objektgruppen zu untersuchen. Dabei ist detektivischer Spürsinn gefragt, um die Herkunft so weit wie möglich zu klären. Dies kann sehr zeitintensiv sein und nicht immer gelingt unmittelbar eine lückenlose Rekonstruktion der Objektbiografie. Zahlreiche Quellen sind dabei zu sichten: angefangen von den Spuren auf dem jeweiligen Objekt über die Dokumentation im eigenen Haus bis hin zu Unterlagen in Archiven im In- und Ausland.

 

Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über wichtige Ergebnisse, aber auch Herausforderungen bei der bisherigen Forschungsarbeit. Sie beleuchtet sowohl die Zugänge aus lokalem jüdischem Besitz nach 1933 als auch Erwerbungen aus dem Kunsthandel, insbesondere bei Hans W. Lange in Berlin. Darunter konnten bisher mehrere Objekte identifiziert werden, die infolge des systematischen NS-Kunstraubs in Europa enteignet wurden, unter anderem in den Niederlanden und Frankreich. Zwei 1943 erworbene Gemälde gehörten zuvor zur Sammlung des Hitler-Fotografen Heinrich Hoffmann. Diese und weitere Fälle sowie die spannenden Recherchewege können in der Ausstellung anschaulich nachvollzogen werden.

 

Laufzeit der Ausstellung: bis 29.03.2020

 

Anschrift und Kontakt: Bomann-Museum Celle, Schlossplatz 7, 29221 Celle;  Öffentlichkeitsarbeit: Hilke Langhammer M. A., Tel.: 05141/12-4504, E-Mail: hilke.langhammer[at]celle.de

 

 

Kinder filmten im Museum

Unter dem Motto "Museum bewegt" haben die Museen im Landkreis Celle e. V. im Frühjahr 2017 ein Kinder-Kurzfilmprojekt in Kooperation mit dem Kreismedienzentrum ins Leben gerufen. Die Idee war, Schüler und Schülerinnen der 4. und 5. Klasse von sechs Schulen im Landkreis zu animieren, die hiesigen Museen als besondere Orte mit spannenden Geschichten zu entdecken.

 

Sechs Schülergruppen begaben sich in Begleitung des Kinderbuchautors, Schauspielers und Filmemachers Thomas J. Hauck jeweils einen ganzen Tag lang auf Erkundungstour in einem der Mitgliedsmuseen und ersannen fantasievolle und fantastische Geschichten, die dann mit der Digitalkamera abgedreht wurden. Der Schnitt erfolgte anschließend im Medienzentrum Celle bzw. direkt an den beteiligten Schulen.

 

Die Kurzfilme sollten auf phantasievolle, emotionale, durchaus auch schräge, traurige oder witzige – in jedem Fall subjektive – Art und Weise Museumsinhalte in Szene setzen und aus einer ungewöhnlichen Perspektive zeigen. Sämtliche Filme wurden am 20. Mai in den Kammerlichtspielen Celle uraufgeführt. Auch wurde eine DVD mit allen Beiträgen produziert.

 

Das Projekt wurde ermöglicht durch die finanzielle Förderung des Lüneburgischen Landschaftsverbandes.

 

Doku und alle Infos zum Projekt unter

 

www.museummovies.de

 

Museumsverbund mit neuem Namen

Der Museumsverbund im Landkreis Celle trägt ab sofort einen neuen Namen: Auf der Mitgliederversammlung am 5.12.2016 wurde beschlossen, dass der Verein künftig unter der Bezeichnung "Museen im Landkreis Celle e. V." firmiert. Damit soll eine stärkere Öffentlichkeitsorientierung zum Ausdruck gebracht werden. "Für potenzielle Besucher ist die Organisationsform nicht relevant", so der Geschäftsführer. "Sie interessieren sich vielmehr für die Vielfalt und das Angebot der im Landkreis befindlichen Museen." Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte mit Wirkung vom 23.01.2017.

 

Im Zuge der Namensänderung soll auch ein neues Logo entwickelt und der Außenauftritt angepasst werden. Die Website wird eine ansprechendere, zeitgemäße Optik erhalten und soll auch verbesserte Informationsmöglichkeiten bieten.

 

 

 

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