AKTUELLES

"Motiv: Mensch". Eine Ausstellung der Porträts und Menschenbilder von Albert König in Unterlüß

Albert König ist als Maler der Heidelandschaften, des Waldes und der Kieselgurgruben bekannt. Seine angebliche Menschenscheu, gepaart mit seiner großen Liebe zur Natur, habe dazu geführt, dass er kaum Menschen gemalt habe. Dass dies nicht ganz richtig ist, zeigt die neue Ausstellung des Museums in Unterlüß, die mehr als 40 Porträts und Menschenbilder von Albert König präsentieren wird. Aktzeichnungen und Porträt-Entwürfe aus seiner Studienzeit in München und Berlin stehen neben bekannten Gemälden des erfolgreichen Künstlers wie etwa das „Selbstbildnis mit Palette“. Aber auch selten gezeigte allegorische Bilder und Szenen aus dem Leben der Bauern beweisen Königs vielseitiges Interesse am Motiv „Mensch“.

 

Laufzeit der Ausstellung: 11.10.2020 bis 28.02.2021

 

Öffnungszeiten: bis 31.10. Dienstag bis Sonntag 14.30 bis 17.30 Uhr; ab dem 01.11. Samstag/Sonntag 14.30 bis 17.30 Uhr und nach Vereinbarung.

 

Anschrift und Kontakt: Stiftung Albert-König-Museum Unterlüß, Albert-König-Straße 10, 29345 Südheide; T. 05052 / 6545 oder 05827 / 369

 

 

Ausstellung "Parallel Worlds. Art, Science & Fiction" im Kunstmuseum Celle

Kunst und Wissenschaft wirken wie verschiedene Welten: Daten und Fakten auf der einen – Fantasie und Fiktion auf der anderen Seite. Vermeintlich unvereinbar. Zumindest heute.Universalgelehrte wie da Vinci, Leibniz und Goethe sahen noch keinen Widerspruch zwischen beiden Herangehensweisen. Sie waren getrieben von der Sehnsucht, die Ursachen der Dinge zu verstehen und der Schöpfung ihre Geheimnisse zu entlocken. Mal taten sie das als Forscher, mal als Künstler, mal als Philosophen. Motor ihres Handelns war die unbändige Neugier, die Menschen noch immer dazu bewegt, die Welt entdecken und begreifen zu wollen.

 

Und genau diese Neugier nimmt die Ausstellung "Parallel Worlds. Art, Science & Fiction" durch den Blick auf die Schnittstellen von Kunst und Wissenschaft in den Fokus. Daten werden zum Rohmaterial, das mit methodischer Akribie in beeindruckende Bilder übersetzt wird. Künstler*innen stellen Behauptungen auf, die Forscher*innen lange nicht widerlegen werden. Programme und Maschinen übertrumpfen Poeten. Im Spannungsfeld zwischen den Polen werden wissenschaftliche Ordnungen zum Gegenstand künstlerischer Forschung.

Besucher*innen entdecken in der Ausstellung Kunst und Wissenschaft neu. Abseits vom wissenschaftlichen Rahmen zeigen die Werke Möglichkeiten, von der allgegenwärtigen Konditionierung auf Effektivität, Wirtschaftlichkeit und Zweckorientierung abzuweichen, der scheinbaren Eindeutigkeit von Daten zu entfliehen und der Neugier freien Lauf zu lassen.

 

Laufzeit der Ausstellung: 27.09.2020 bis 28.02.2021

 

Anschrift und Kontakt: Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon, Schlossplatz 7, 29221 Celle, T. 05141 / 12 45 21.

 

"Josef Rings und Erich Mendelsohn: Neues Bauen in Deutschland und Erez Israel" in der Synagoge Celle

Josef Rings (1878–1957) und Erich Mendelsohn (1887–1953) stehen beispielhaft für zwei Vertreter der architektonischen Moderne in Deutschland und später in Palästina. Gemeinsam war ihnen, dass sie als Architekten und Planer den Zenit ihres beruflichen Erfolges zeitgleich zum Bauhaus erreicht hatten und durch den Machtantritt der Nationalsozialisten ins Exil gezwungen wurden. Beiden gelang es, sich in Palästina erneut in ihrem Beruf zu etablieren und größere Projekte zu verwirklichen. Beide verließen ihr Exilland nach wenigen Jahren wieder: Mendelsohn emigrierte schon 1941 in die USA, und Rings ging 1948 zurück nach Deutschland, wo er in Mainz eine Professur übernahm.

 

Obwohl Rings und Mendelsohn beide Modernisten waren, repräsentieren sie inhaltlich wie formal unterschiedliche architektonische Richtungen. Der Sozialist Rings widmete sein Werk dem Wohl der Arbeiterklasse, entwarf Pläne zur Verbesserung der Lebensqualität der Massen und Arbeitersiedlungen. Der bürgerliche Mendelsohn dagegen realisierte Kaufhäuser, vornehme Villen für deren wohlhabende Besitzer sowie Großprojekte: Spitäler, Universitäten, Banken etc.

 

Die Ausstellung wurde vom Bauhaus Center Tel-Aviv und Dr. Ines Sonder vom Moses Mendelssohn Zentrum, Potsdam kuratiert.

Die Ausstellung ist eine Leihgabe der Alten Synagoge Essen.

 

Laufzeit der Ausstellung: 4.09. bis 8.11.2020

 

Anschrift und Kontakt: Synagoge Celle, Im Kreise 24; T. 05141 / 12 47 19.

 

"Ein Werk und seine Menschen". Industriefotografie der 1950er Jahre im Deutschen Erdölmuseum

Das Deutsche Erdölmuseum präsentiert vom 19. Juni bis 18. Oktober ausgewählte Schwarz­­weißfotos aus dem umfangreichen Werk der verstorbenen Hamburger Fotografin Ursula Becker-Mosbach (1922–2002) aus den 1950er Jahren.

 

Fast 30 Jahre lang arbeitete Becker-Mosbach als Architekturfotografin vor allem in Hamburg. Durch die Aufträge namhafter Architekten der Nachkriegsmoderne sowie großen Bau- und Industriekonzernen entstanden zahlreiche eindrucksvolle Bilddokumente aus der Aufbauphase der Hansestadt nach dem Zweiten Weltkrieg.

 

Ursula Becker-Mosbachs Auftragsarbeiten sind heute Zeitzeugnisse der aufstrebenden Industrie in den „Wirtschaftswunderjahren“. Ihr Werk zeichnet sich aber nicht nur durch einen sicheren Blick für die nüchterne Ästhetik des modernen Industriebaus aus. Es zeigt ebenso den werktätigen Menschen, der den ökonomischen Aufschwung letztlich mit seinen Händen erarbeitete.

 

Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Hamburgischen Architektur­archiv und den Nachkommen Becker-Mosbachs entstanden. Ihre Realisierung wurde dankenswerter-weise ermöglicht durch die finanzielle Förderung der Holborn Europa-Raffinerie und der Wintershall Dea. Die Kabinettausstellung knüpft an eine erste Werkschau im Hamburger Levantehaus im Sommer 2019 an und präsentiert erstmals ausgewählte Bauten und Anlagen der Mineralölindustrie, zu der die Fotografin eine besondere Beziehung hatte.

 

Hamburg entwickelte sich im späten 19. und 20. Jahrhundert zu einem „Zentrum der Mineralöl­wirtschaft“. Es besaß nicht nur herausragende Bedeutung für den Außenhandel und als Versorgungs­zentrale Deutschlands, sondern verfügte auch über zahlreiche Verarbeitungsbetriebe (Raffinerien und Schmierstoffwerke) und war zudem Sitz der deutschen Tankschifffahrt. In der Hansestadt hatten mehrere große internationale Mineralölkonzerne (BP, DEA, Esso, Shell
u. a.) ihren Sitz.

 

Die Dokumentation zeigt neben großen Industriebetrieben (Esso-Raffinerie Harburg, Ölwerke Julius Schindler, Shell-Schmierstoffwerk Grasbrook) auch einige Tankstellen aus dem alten Bundes­gebiet. Sie stehen sinnbildlich für die individuelle motorisierte Mobilität, die Mitte des vorigen Jahr­hunderts auch im Bereich der Stadtplanung große Bedeutung besaß.

 

Laufzeit der Ausstellung: 19.06. bis 18.10.2020

 

Anschrift und Kontakt: Deutsches Erdölmuseum Wietze, Schwarzer Weg 7-9, 29323 Wietze; Tel.: 05146/923-40.

 

 

"Süße Pracht! Der Zuckerbäcker Georg Maushagen und sein Zuckerbankett" im Residenzmuseum Celle

Im Residenzmuseum im Celler Schloss ist ab dem 05. Juni 2020 ein besonderes Zucker-Kunstwerk zu sehen. Die Sonderausstellung „Süße Pracht!“ präsentiert eine Objektauswahl aus dem Jülicher Zuckerbankett des Konditormeisters Georg Maushagen.

 

Zucker ist heute ein alltägliches Gut. Aber bis in das 19. Jahrhundert war dieser sehr teuer und daher nur den Wohlhabenden vorbehalten. Im Juni 1585 heiratete in Düsseldorf der Thronfolger Johann Wilhelm von Jülich-Kleve Berg die Markgräfin Jakobe von Baden. Höhepunkt des Hochzeitstages bildete ein Zuckerbankett, dass der Beschreibung nach eine Landschaft mit Schloss, Tieren und Pflanzen zeigte – eine Landschaft, die zugleich den Reichtum und die Macht des Herzogs zur Schau stellte. Maushagen machte es sich zur Lebensaufgabe, seine ganz eigene Interpretation dieses besonderen Bankettes zu erschaffen und damit ein Stück Geschichte erlebbar zu machen. In Anlehnung an einen Kupferstich von Franz Hogenberg aus dem Jahr 1587 und zeitgenössische Festberichte kreierte der weltweit geschätzte Konditormeister über 100 Objekte aus ca. einer Tonne Zucker.

 

Georg Maushagen selbst bezeichnet sich als Zuckerbäcker. Diese Berufsbezeichnung stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist noch heute in Österreich die übliche Bezeichnung für den Konditoreiberuf. Menschen aus der ganzen Welt kennen seine süßen Kreationen und schätzen seine Fähigkeiten. Schon während seiner Selbstständigkeit in Düsseldorf lehrte er seine Fertigkeiten in dem von ihm gegründeten „Institut für Patisserie und Zuckergestaltung“. 2017 gaben er und seine Frau ihr Café in Düsseldorf auf, um nach Österreich zu ziehen. Im Laufe des Umzugs verkaufte Georg Maushagen sein süßes und kalorienreiches Kunstwerk an das Bomann-Museum. In Zusammenarbeit mit Georg Maushagen stellt Rahel Achterberg, Volontärin des Residenzmuseums, nun eine Auswahl dieser Objekte im Residenzmuseum aus.

 

Laufzeit der Ausstellung: 5.06.2020 bis 31.12.2020

 

Anschrift und Kontakt: Residenzmuseum im Celler Schloss, Schlossplatz 1, 29221 Celle; Tel.: 05141/1245-11 (Frau Achterberg).

 

 

Wer kommt ins Museum...?! Museumsverbund wendet sich mit museumspädagogischer Broschüre an die Schulen

Die neue museumspädagogische Broschüre der Museen im Landkreis Celle e. V. ist der Auftakt einer neuen Initiative zur stärkeren Bewerbung der musealen Einrichtungen als außerschulische Lernorte. Nach Auffassung der Museumsmacher*innen im Landkreis nutzen die hiesigen Schulen die Museen immer noch viel zu wenig. Dabei sehen die Museen ihre Aufgabe heutzutage längst nicht mehr nur im Sammeln und Bewahren, sondern gerade in der zielgruppengerechten, anschaulichen Vermittlung. Und dafür bieten die Ausstellungshäuser auch häufig ganz andere Voraussetzungen und Möglichkeiten als die Schulen, nicht nur aufgrund ihrer authentischen Objekte.


Die museumspädagogische Broschüre stellt ein Angebot an die Schulen dar. Sie ist daher explizit am Bedarf der Schulen bzw. an den Vorgaben der niedersächsischen Kerncurricula ausgerichtet. Somit kann ein(e) Lehrer*in auch ohne Kenntnis der Museumslandschaft über ein beigefügtes Register ein zum Unterricht passendes Museumsangebot ausfindig machen. Die Anreise ist dann in der Regel schnell und kostenlos organisiert – dank des “Museumsbus”, einem von der Bürgerstiftung Celle in Verbindung mit dem Landkreis finanzierten Projektes.

 

Die Broschüre steht hier zum Download bereit und kann auch in der Geschäftsstelle im Deutschen Erdölmuseum erworben werden:

 

Broschüre "Wer kommt ins Museum...?!"
Museumspädagogik-Museen_Celle_Web.pdf
PDF-Dokument [1.1 MB]

"Kalter Krieg und heißer Beat" im Bomann-Museum Celle

Flower Power, 68er-Bewegung, Beatles, Woodstock, Farbfernsehen und Mondlandung – das verbindet man gemeinhin in den alten Bundesländern bzw. der damaligen Bundesrepublik mit den 1960er Jahren. Bilder von Aufbruch und Protest der Jugend, besonders der Studenten in den Großstädten, haben sich tief in das kollektive Gedächtnis eingegraben.

 

Die Ausstellung nimmt den langen Zeitraum von 1958 bis 1973 ins Visier. Das Haupt-augenmerk liegt dabei auf dem privaten Bereich, speziell auf den Veränderungen, die es für Frauen und Kinder, für die Familien und natürlich für jeden Einzelnen gibt und die sich vor dem Hintergrund der großen Umwälzungen als folgenreich erweisen, auch in Celle. Der Protest gegen traditionelle Strukturen verändert langfristig Familien und Beziehungen, das Berufsleben, Geschlechterrollen und Moralvorstellungen und damit die Gesellschaft. Dabei ist das Nebeneinander von Tradition und Moderne im Alltag allerdings oft konfliktträchtig oder widersprüchlich. Letztlich geht es um mehr Dialog und um mehr Teilhabe.

 

Ein neues Leitbild entsteht – Jugendlichkeit –, das immer noch aktuell ist und dessen Folgen auch heute sichtbar sind. Nach einer Einführung in den politischen Gesamtzusammenhang widmet sich die Schau den folgenden Themen: Modekultur, Wohnkultur, Konsum- und Freizeitkultur, Kinder- und Jugendkultur. Auch die Musik der Zeit kann gehört werden: eine besondere Sequenz gilt den Barking Bats, einer zuerst als Schülerband spielenden und bis heute in der originalen Besetzung auftretenden Band.

 

Die Ausstellung räumt mit einigen Mythen der „68er“ auf und bietet viele Anbindungen an die Gegenwart. Mitmachstationen laden zum aktiven Erleben der Ausstellung und zum Musik-hören ein und sollen auch Familien und Kinder ansprechen.

 

Laufzeit der Ausstellung: 8.11.2019 bis 14.04.2020, verlängert bis 11.10.2020!

 

Anschrift und Kontakt: Bomann-Museum Celle, Schlossplatz 7, 29221 Celle;  Öffentlichkeitsarbeit: Hilke Langhammer M. A., Tel.: 05141/12-4504, E-Mail: hilke.langhammer[at]celle.de

 

 

Kinder filmten im Museum

Unter dem Motto "Museum bewegt" haben die Museen im Landkreis Celle e. V. im Frühjahr 2017 ein Kinder-Kurzfilmprojekt in Kooperation mit dem Kreismedienzentrum ins Leben gerufen. Die Idee war, Schüler und Schülerinnen der 4. und 5. Klasse von sechs Schulen im Landkreis zu animieren, die hiesigen Museen als besondere Orte mit spannenden Geschichten zu entdecken.

 

Sechs Schülergruppen begaben sich in Begleitung des Kinderbuchautors, Schauspielers und Filmemachers Thomas J. Hauck jeweils einen ganzen Tag lang auf Erkundungstour in einem der Mitgliedsmuseen und ersannen fantasievolle und fantastische Geschichten, die dann mit der Digitalkamera abgedreht wurden. Der Schnitt erfolgte anschließend im Medienzentrum Celle bzw. direkt an den beteiligten Schulen.

 

Die Kurzfilme sollten auf phantasievolle, emotionale, durchaus auch schräge, traurige oder witzige – in jedem Fall subjektive – Art und Weise Museumsinhalte in Szene setzen und aus einer ungewöhnlichen Perspektive zeigen. Sämtliche Filme wurden am 20. Mai in den Kammerlichtspielen Celle uraufgeführt. Auch wurde eine DVD mit allen Beiträgen produziert.

 

Das Projekt wurde ermöglicht durch die finanzielle Förderung des Lüneburgischen Landschaftsverbandes.

 

Doku und alle Infos zum Projekt unter

 

www.museummovies.de

 

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