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"Vom Petroleumsegler zum Mammuttanker": Bilderausstellung im Deutschen Erdölmuseum

Das Deutsche Erdölmuseum Wietze präsentiert unter dem Titel „Vom Petroleumsegler zum Mammuttanker“ eine Bilderausstellung zur Geschichte der überseeischen Tankschifffahrt von 1880 bis 1985.


Öltanker spielen für die weltweite Verteilung des Erdöls und seiner Produkte auch heute noch eine wichtige Rolle. Zudem übt dieser Schiffstyp aufgrund seiner teilweise beeindruckenden Dimensionen auch auf den Laien eine besondere Faszination aus. So gilt der bislang größte „Supertanker“, die fast 460 m lange Jahre Viking (fertiggestellt 1980), als das längste jemals gebaute Wasserfahrzeug der Welt. Nicht zuletzt aufgrund der teils verheerenden Folgen, die ei-nige Tankerunglücke in der Vergangenheit für die Umwelt hatten, sind diese „Giganten der Meere“ aber durchaus nicht unumstritten.

Über die Anfänge des transozeanischen Öltransports (zunächst in Fässern bzw. Barrels) und Geschichte der Tanker ist allgemein relativ wenig bekannt. Daher soll die Sonderausstellung, die zweite in diesem Jahr, dem Laien einen anschaulichen Überblick vermitteln, in welchen Schritten sich die Größen- und Konstruktionsentwicklung bis zu ihrem Höhepunkt zu Beginn der 1980er-Jahre vollzogen hat.


Die realistischen und detailgetreuen Gemälde und Zeichnungen zeigen einen Querschnitt durch das Werk des in Brunsbüttel am Nord-Ostsee-Kanal aufgewachsenen Marinemalers Holger Koppelmann (geboren 1949). Koppelmann, dessen Familie mit der Schifffahrt eng verbunden war, begann 1970 neben seinem Beruf als Fernmeldetechniker mit der Malerei, die er bis heute stetig vervollkommnete. Die meisten seiner zahlreichen Schiffsdarstellungen entstanden im Auftrag von Reedereien, Museen und privaten Sammlern. Auch der bekannte Modellbauer Revell gehörte zu seinen Kunden.


Ergänzt wird die Ausstellung durch einige kleinere dreidimensionale Modelle, darunter eines vom 1958/60 gebauten Ölhafen in Brunsbüttel(koog). Am 5. September um 19.00 Uhr wird schließlich Joachim W. Pein, Autor zwei Fachbücher über Supertanker, einen Vortrag im Erdölmuseum halten. Aus diesem Anlass wird auch der Künstler anwesend sein und gerne
Fragen zu seinen Bildern und den abgebildeten Schiffen beantworten.

 

Laufzeit: 20. Juli bis 4. November

 

 

Zeig' mir Deine Zukunft: Malawi - Deutschland. Fotoausstellung im Ludwig-Harms-Haus

Seit dem 10. Juli zeigt das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) die Fotoausstellung "Zeig mir Deine Zukunft. Malawi – Deutschland. Bildung in Momentaufnahmen" im Hermannsburger Ludwig-Harms-Haus. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Verein Freundeskreis Malawi und Städtepartnerschaft Hannover-Blantyre e.V., dem Kulturbüro der Landeshauptstadt und der Marktkirche Hannover, wo sie zum Auftakt gezeigt wurde.

 

Das Projekt ein Beitrag zum 50-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft Hannover-Blantyre.

 

Die Ausstellung zeigt Fotografien von Pastor Michael Hager, Mitarbeiter des ELM bei der Ev.-Lutherischen Kirche in Malawi, sowie von Sam Junior Banda, Journalist aus Malawi. Seine Fotodokumentation entstand 2017 während seines Aufenthalts in Hannover. Unterschiedliche Stile und Blickwinkel beider Fotografen auf das Thema Bildung lassen einen interkulturellen Dialog zwischen den Arbeiten entstehen.  

 

Öffnungszeiten: Täglich von 08:30 bis 18 Uhr, sonntags von 14:00 bis 18:00 und nach Vereinbarung (auch zu Fragen der Ausleihe) bei Helene Pede, Ausstellungskoordinatorin, Tel.: 05052/69-219.

 

 

 

Der Maler und das Licht: Bilder von Albert König und anderen Malern

Wie schon in der Sonderschau „Die Farbe Blau“ untersucht die Kuratorin des Albert-König-Museums in Unterlüß auch diesen Sommer ein besonderes Gestaltungsmittel der Malerei: das Licht.

 

Ohne Licht ist keine Farbe, kein Sehen denkbar. Es ist die fundamentale Voraussetzung für jede Form von Kunst, besonders aber für die Malerei. Für Albert König war das Sonnenlicht eines seiner Hauptmotive, weshalb seine Werke auch im Mittelpunkt dieser Ausstellung stehen.

 

Ergänzt um Leihgaben von Werken anderer Maler werden seine Bilder in einzelnen Kategorien wie „Licht und Farbe“, „Licht und Figur“, „Licht und Raum“ sowie „Licht und Erleuchtung“ die Zusammenhänge zwischen Lichtquelle, Motiv und malerischer Umsetzung sichtbar machen.

 

Ein kleiner Katalog als Ausstellungsbegleiter hilft dem Besucher, diese Beziehungen selbst zu entdecken und zu verstehen. Ein Rahmenprogramm wird die Ausstellung begleiten und ergänzen.

 

Laufzeit: bis 23.09.2018. Öffnungszeiten: geöffnet täglich außer montags von 14.30 bis 17.30 Uhr.

 

Tipp: Täglich während der Öffnungszeiten Kaffee und Kuchen im Museumsfoyer.

 

 

Bomann-Museum zeigt Ausstellung zu den Kriegsgefangenenlagern in Celle im Ersten Weltkrieg

Ab 26. Mai zeigt das Bomann-Museum Celle eine große Sonderausstellung über die Kriegsgefangenenlager in Celle von 1914–1918. Leihgaben aus dem In- und Ausland, darunter eine große Sammlung von Objekten, Grafiken und Gemälden aus Italien, sowie Tagebücher und kurz nach dem Krieg verfasste Erinnerungen vermitteln ein berührendes Bild vom Alltag der Kriegsgefangenen hinter Stacheldraht im Ersten Weltkrieg in Deutschland.

Im Ersten Weltkrieg entstand das erste große Lagersystem des 20. Jahrhunderts; Kriegsgefangenschaft wurde zu einem Schicksal der Massen. Insgesamt gerieten bis 1918 in allen kriegsteilnehmenden Staaten zwischen 6 und 8 Millionen Soldaten in Gefangenschaft.

 

Auch in bzw. bei Celle gab es zwei Gefangenenlager: Im Dorf Scheuen, etwa 8 km vom Stadtzentrum entfernt, entstand ab September 1914 ein Barackenlager: Das „Cellelager“ war auf etwa 10.000 Kriegsgefangene ausgelegt und damit eines der größten Lager in der Provinz. Im Celler Schloss wurde ein Gefangenenlager ganz anderen Charakters – und einmalig im Deutschen Kaiserreich – eingerichtet: Etwa 250 „Zivilgefangene höherer Lebensstellung“ waren mitten im Zentrum von Celle interniert.

 

Die Ausstellung zeigt anhand zahlreicher Dokumente und Fotografien das Leben der Kriegsgefangenen, ihre Unterbringung, ihre Ernährung in Zeiten des Mangels, die Seelsorge für die Mitglieder von vier Religionsgemeinschaften oder die „Freizeitgestaltung“ mit Theater, Musik, Kunst, Sport und Bildung. Thematisiert werden aber auch Fluchtversuche, Krankheit und Tod.

 

Biografien einzelner Kriegsgefangener aus Großbritannien, Italien, Belgien und Siam/Thailand, ihr Weg in die Gefangenschaft, ihre Erlebnisse in den Lagern und ihr weiteres Leben verdeutlichen, wie viele einzelne Schicksale hinter der kaum vorstellbaren Zahl von 8 Millionen stehen. Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Dokumentarfilm, der Episoden aus dem Alltag der Gefangenen erzählt. Mit der Rückkehr von „Erinnerungsstücken“ für die Ausstellung ins Museum werden die Erinnerungen und Geschichten, 100 Jahre nach den Ereignissen, wieder lebendig.

 

Laufzeit der Ausstellung: 26.05.-11.11.2018.

 

Ausstellung und Begleitband wurden maßgeblich unterstützt von der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur und dem Lüneburgischen Landschaftsverband aus Mitteln zur regionalen Kulturförderung.

 

 

Ausstellung "Fräulein Rabbiner Jonas: Die erste Rabbinerin der Welt"

Am 27. Dezember 1935 wurde Regina Jonas im Auftrag des Liberalen Rabbinerverbandes in Offenbach zur Rabbinerin ordiniert. Diese weltweit erste Smicha für eine Frau nahm die „Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum“ zum Anlass für eine kleine, aber bemerkenswerte Ausstellung über „Fräulein Rabbiner Jonas“ und ihre Pionierrolle.

Wie sehr Jonas’ Ordination ihrer Zeit voraus war, zeigte sich auch daran, dass die nächste Frauenordination fast vier Jahrzehnte auf sich warten ließ: Erst im Juni 1972 wurde mit Sally Priesand wieder eine Frau zur Rabbinerin berufen.

 

Obwohl Regina Jonas ihr Studium 1930 mit gut beendet hatte, wurde ihr zunächst nur das Zeugnis als Religionslehrerin ausgestellt. Erst fünf Jahre später nahm ihr Max Dienemann, der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Offenbach, im Auftrag des Liberalen Rabbinerverbandes in Deutschland die mündliche Prüfung ab und erteilte die Smicha.

 

Regina Jonas‘ Wirken endete so wie das von Millionen Juden in Europa unter der deutschen Nazi-Herrschaft: 1942 kam sie nach Theresienstadt, 1944 wurde sie in Auschwitz ermordet. Die Erinnerung an sie wurde Ende der neunziger Jahre wiederbelebt, nachdem Elisa Klapheck Jonas’ rabbinische Prüfungsarbeit von 1930 veröffentlicht hatte.

 

Laufzeit: 27. April bis 5. August 2018 in der Celler Synagoge, Im Kreise 24.

 

Veranstalter: Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e. V.

 

 

"RWLE Möller – Künstler 1952-2001" im Bomann-Museum Celle

RWLE Möller, 1952—2001, das war mehr als ein Maler-, mehr als nur ein Celler-Leben und doch genau das. Hinter diesem Namen verbarg und öffnete sich gleichzeitig eine zunehmend gefährdete Existenz, die dennoch auf ihre kurze Art und Weise
glückte und auch nach seinem Tod, nicht nur durch die von ihm
ins Leben gerufene RWLE Möller Stiftung, das Celle-Lexikon oder das Bunte Haus, weiterhin Wirkung entfaltet.


Mit „malerischer Kamera“ hielt der Autodidakt, der eigentlich
Filmemacher werden wollte, Literatur, deutsche (Medien-)Geschichte,
Travestie, Homosexualität und die ihm so vertraute Celler Welt in seinen Bildern fest. RWLE Möllers Bilddokumente sind wesentliche Fragmente einer von ihm subtil mitgeprägten Stadt und machen sichtbar, wie sie sich vor den wachsamen Augen des Künstlers ausbreitete und entwickelte — nicht selten mit ironischem Augenzwinkern. In seinen fotorealistisch anmutenden Werken, die vielfach weit über den regionalen Horizont hinausreichen, finden sich Anklänge von Andy
Warhol, David Hockney, Edward Hopper, Johannes Grützke oder Arno Schmidt und auch sein Kleines, vorläufiges Manifest von 1977 steht, ganz im Dienste der Pop Art, zwischen Kunst und Leben, Pinsel und Alltagsmedien.


Die Ausstellung versucht erstmals die Lebenslinien dieses vielseitigen
Zeitgenossen nachzuziehen, seine unterschiedlichen Facetten sichtbar zu machen und vereint in einer umfassenden Begleitpublikation die disparatesten Stimmen zu Leben und Werk des RWLE Möller, Künstler und ironischer Realist.

 

Ausstellung im Bomann-Museum Celle vom 20. Januar bis 13. August 2018.

 

 

Museummovies-Kurzfilme bei "Hannover Filmklappe" prämiert

Beim gemeinsamen 11. Kurzfilm-Wettbewerb „Hannover Filmklappe“ 2017 der Medienzentren von Hannover (Region) und Celle wurden Ende Oktober drei der im Rahmen des Projektes museummovies entstandenen Schüler-Kurzfilme mit Preisen ausgezeichnet: Der im Albert-König-Museum entstandene Film „Die Prinzessin aus dem Waldgemälde“ des Gymnasiums Ernestinum in Celle erreichte in der Kategorie „Sekundarbereich Klassen 5-7“ den 1. Platz. In der Kategorie „Förderschule“ belegte die Sprachheilschule Celle mit „Kunstraub mit Nebenwirkungen“ und „Das Herz und die Bombe“ den 1. und 2. Platz. Insgesamt gab es diesmal 46 Einreichungen.

 

 

Für die Gewinnerteams gibt es Preisgelder von jeweils 200,00 EUR. Die Zweitplatzierten bekommen freien Eintritt inklusive Getränke für die Kammerlichtspiele Celle. Ein toller Erfolg – Wir gratulieren!

 

Kinder filmten im Museum

Unter dem Motto "Museum bewegt" haben die Museen im Landkreis Celle e. V. im Frühjahr 2017 ein Kinder-Kurzfilmprojekt in Kooperation mit dem Kreismedienzentrum ins Leben gerufen. Die Idee war, Schüler und Schülerinnen der 4. und 5. Klasse von sechs Schulen im Landkreis zu animieren, die hiesigen Museen als besondere Orte mit spannenden Geschichten zu entdecken.

 

Sechs Schülergruppen begaben sich in Begleitung des Kinderbuchautors, Schauspielers und Filmemachers Thomas J. Hauck jeweils einen ganzen Tag lang auf Erkundungstour in einem der Mitgliedsmuseen und ersannen fantasievolle und fantastische Geschichten, die dann mit der Digitalkamera abgedreht wurden. Der Schnitt erfolgte anschließend im Medienzentrum Celle bzw. direkt an den beteiligten Schulen.

 

Die Kurzfilme sollten auf phantasievolle, emotionale, durchaus auch schräge, traurige oder witzige – in jedem Fall subjektive – Art und Weise Museumsinhalte in Szene setzen und aus einer ungewöhnlichen Perspektive zeigen. Sämtliche Filme wurden am 20. Mai in den Kammerlichtspielen Celle uraufgeführt. Auch wurde eine DVD mit allen Beiträgen produziert.

 

Das Projekt wurde ermöglicht durch die finanzielle Förderung des Lüneburgischen Landschaftsverbandes.

 

Doku und alle Infos zum Projekt unter

 

www.museummovies.de

 

Museumsverbund mit neuem Namen

Der Museumsverbund im Landkreis Celle trägt ab sofort einen neuen Namen: Auf der Mitgliederversammlung am 5.12.2016 wurde beschlossen, dass der Verein künftig unter der Bezeichnung "Museen im Landkreis Celle e. V." firmiert. Damit soll eine stärkere Öffentlichkeits-orientierung zum Ausdruck gebracht werden. "Für potenzielle Besucher ist die Organisationsform nicht relevant", so der Geschäftsführer. "Sie interessieren sich vielmehr für die Vielfalt und das Angebot der im Landkreis befindlichen Museen." Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte mit Wirkung vom 23.01.2017.

 

Im Zuge der Namensänderung soll auch ein neues Logo entwickelt und der Außenauftritt angepasst werden. Die Website wird eine ansprechendere, zeitgemäße Optik erhalten und soll auch verbesserte Informationsmöglichkeiten bieten.

 

 

 

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