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Bomann-Museum zeigt: "Schwarze Kunst. Entdeckung einer Farbe im Werk von Eberhard Schlotter"

Für Eberhard Schlotter ist Schwarz eine künstlerische Herausforderung: Es verhüllt und macht sichtbar zugleich. Inspiriert von der ambivalenten Wirkung dieser Farbe erobert der Künstler das Schwarz für seine Bildwelten. Die Farbe ist malerisches Mittel, optisches Werkzeug und vielschichtiger Bedeutungsträger.

 

Anhand ausgewählter Gemälde und Grafiken aus fünf Schaffensjahrzehnten folgt die Ausstellung den Spuren der unbunten Farbe und zeigt die Feinheiten der Darstellungsmöglichkeiten von der pointierten Kontur bis zum absoluten Schwarz.

 

Eberhard Schlotter (1921–2014) entdeckte mit dem harten Licht Spaniens die Qualitäten des Schattens und somit auch die Spielarten der Dunkelheit. Er nutzte die Varietäten von Schwarz als malerische Provokation gegen die Farbenwelt und fand eigenwillige Ausdrucksformen für emotionale Extremzustände und magische Zwischenreiche. Motivisch stellte er Schwarz vor allem auch in der Grafik oft ins Zentrum der Aufmerksamkeit und erweiterte mit technischen Raffinessen das Spektrum schwarzer Nuancen.  

 

Die Ausstellung ermuntert zum Nachdenken über Wirkung und Bedeutung des Phänomens Schwarz und macht deutlich: Schwarz ist weit mehr als nur eine Farbe!

 

Der Eröffnungsvortrag beginnt am 3. März um 11.30 Uhr im Kinosaal des Bomann-Museums. Der Eintritt ist frei. Die erste öffentliche Führung mit Kuratorin Daphne Mattner ist am Sonntag, 10.03. um 11.30 Uhr.

 

Laufzeit der Ausstellung: bis 3.11.2019.

 

Anschrift und Kontakt: Bomann-Museum Celle, Schlossplatz 7, 29221 Celle;  Öffentlichkeitsarbeit: Hilke Langhammer M. A., Tel.: 05141/12-4504, E-Mail: hilke.langhammer[at]celle.de

 

"Reise nach Jerusalem" – Zyklus von Ölbildern in der Synagoge Celle

In ihrem Bilderzyklus „Reise nach Jerusalem“ verleiht Michaela Classen Kindern, die der nationalsozialistischen Verfolgung in Frankreich zum Opfer fielen, malerisch ein Gesicht.

 

Als Vorlage dient ihr das Gedenkbuch von Beate und Serge Klarsfeld "Endstation Ausschwitz: Die Deportation deutscher und österreichischer jüdischer Kinder aus Frankreich" mit vielen tausenden Fotos, Lebensdaten, Herkunftsort und Nummer des Transports der ermordeten Kinder. Dabei geht es der Künstlerin nicht um bloßes Abmalen, sondern sie folgt ihrer Inspiration, die die Fotos in ihr hervorrufen. Die individuellen Charaktere unterstreicht sie mit Attributen, die sie den Kindern gibt: ein Hund, ein Ball, ein Buch. Namen wie Max und Henri Goldberg, Bell und Jeanine Gotteiner oder Sala Scheer, um nur einige wenige zu nennen, bekommen dadurch wieder ein Leben, kommen so dem Betrachter nahe und werden so dem Vergessen entrissen.

 

Ort: Celler Synagoge, Im Kreise 24

Eröffnung: Sonntag, 27. Januar 2019, 19.00 Uhr; Einführung: Uri Faber, Berlin

Laufzeit: 28. Januar bis 14. April 2019

 

Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V. in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde e.V. und dem Stadtarchiv Celle

 

 

Albert-König-Museum zeigt "Ein Maler auf Reisen – Bilder von Eberhard Schlotter"

Der in Hildesheim geborene Maler und Grafiker Eberhard Schlotter liebte das Reisen: Zwischen 1952 und 2002 unternahm er mehr als 30 Reisen. Lagen die Ziele in den 1950er-Jahren noch in Europa, vorzugsweise in Spanien, Italien und Südfrankreich, so zog es ihn seit den 1970er-Jahren in die Ferne: Vor allem der lateinamerikanische Kontinent hatte es ihm angetan.

 

Die Ausstellung zeigt in Aquarellen und Gemälden seine Eindrücke und Verarbeitungen dieser Reisen, widmet sich aber auch Reisen der besonderen Art. Zeitgleich mit seinem Fernweh prägte ein Hang zum Surrealen und Traumhaften in den 1970er-Jahren seine Arbeit. Und so fanden auch Bilder zum Thema „Phantastische Reisen“ Eingang in diese Schau, die mit Farben und Licht die Wärme und das Leben südlicher Länder in den heimischen Winter bringt.

 

Laufzeit: 13. Januar bis 7. April 2019.

 

Öffnungszeiten: Samstag/Sonntag von 14.30 bis 17.30 Uhr und nach Vereinbarung

 

Anschrift & Kontakt: Stiftung Albert-König-Museum Unterlüß, Albert-König-Straße 10, Unterlüß, 29345 Südheide; Tel.: 05052/65 45 oder 05827/369

 

 

"Raumschiffwelten aus LEGO® Bausteinen – Stein auf Stein aus der Sammlung Lange" im Bomann-Museum

Ab dem 6. Dezember sind im Bomann-Museum Celle fast tausend Lego®-Modelle auf über 500 qm zu bestaunen. Sie stammen aus einer der größten Privat-sammlungen in Deutschland, der Sammlung von Andrea und Christian Lange. Schwerpunkt der diesjährigen Ausstellung bildet das Star Wars™-Thema. Aufwändige Raumfahrtszenen lassen die Filme lebendig werden. Eine Besonderheit sind dabei drei virtuelle Mitmachstationen: Raumstationen, in denen die Besucherinnen und Besucher sich und ihre Raumschiffe ins Weltall versetzen können.

 

Zu sehen sind außerdem zahlreiche Lego®-Technic- und Lego®-Architecture Modelle. Ein weiterer Anziehungspunkt in der Ausstellung ist die Lego® Friends und Disney™ Princess Serie: ein Highlight auch für Mädchen. Doch auch die 60jährige Lego®-Geschichte kommt nicht zu kurz. Der Siegeszug der bunten Steine startete 1958 in Billund, Dänemark. Seither haben die Steine auf ihrer Unterseite die charakteristischen Röhren, in die sich die Noppen der Oberseite fest einfügen: Stein auf Stein. Der Tischlermeister Ole Kirk Christiansen gründete das Unternehmen bereits 1932, produzierte anfangs jedoch Holzspielzeug. 1934 erfand er den Namen Lego® als Abkürzung für leg godt (dänisch = spiel gut).

 

Gut spielen können Kinder und Familien auch in der Ausstellung: mit Lego® Steinen selber bauen, der Fantasie freien Lauf lassen und Träume umsetzen. Weiterhin gibt es Workshops zum Bauen, Lego® Racer machen die Museumspädagogik unsicher und mit einer lustigen Rallye für die ganze Familie kann man die Ausstellung und das Museum erkunden.

 

Laufzeit der Ausstellung: 6. Dezember 2018 bis 11. Juni 2019.

 

Anschrift und Kontakt: Bomann-Museum Celle, Schlossplatz 7, 29221 Celle; Öffentlichkeitsarbeit: Hilke Langhammer M. A., Tel.: 05141/12-4504, E-Mail: hilke.langhammer[at]celle.de

 

Kinder filmten im Museum

Unter dem Motto "Museum bewegt" haben die Museen im Landkreis Celle e. V. im Frühjahr 2017 ein Kinder-Kurzfilmprojekt in Kooperation mit dem Kreismedienzentrum ins Leben gerufen. Die Idee war, Schüler und Schülerinnen der 4. und 5. Klasse von sechs Schulen im Landkreis zu animieren, die hiesigen Museen als besondere Orte mit spannenden Geschichten zu entdecken.

 

Sechs Schülergruppen begaben sich in Begleitung des Kinderbuchautors, Schauspielers und Filmemachers Thomas J. Hauck jeweils einen ganzen Tag lang auf Erkundungstour in einem der Mitgliedsmuseen und ersannen fantasievolle und fantastische Geschichten, die dann mit der Digitalkamera abgedreht wurden. Der Schnitt erfolgte anschließend im Medienzentrum Celle bzw. direkt an den beteiligten Schulen.

 

Die Kurzfilme sollten auf phantasievolle, emotionale, durchaus auch schräge, traurige oder witzige – in jedem Fall subjektive – Art und Weise Museumsinhalte in Szene setzen und aus einer ungewöhnlichen Perspektive zeigen. Sämtliche Filme wurden am 20. Mai in den Kammerlichtspielen Celle uraufgeführt. Auch wurde eine DVD mit allen Beiträgen produziert.

 

Das Projekt wurde ermöglicht durch die finanzielle Förderung des Lüneburgischen Landschaftsverbandes.

 

Doku und alle Infos zum Projekt unter

 

www.museummovies.de

 

Museumsverbund mit neuem Namen

Der Museumsverbund im Landkreis Celle trägt ab sofort einen neuen Namen: Auf der Mitgliederversammlung am 5.12.2016 wurde beschlossen, dass der Verein künftig unter der Bezeichnung "Museen im Landkreis Celle e. V." firmiert. Damit soll eine stärkere Öffentlichkeitsorientierung zum Ausdruck gebracht werden. "Für potenzielle Besucher ist die Organisationsform nicht relevant", so der Geschäftsführer. "Sie interessieren sich vielmehr für die Vielfalt und das Angebot der im Landkreis befindlichen Museen." Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte mit Wirkung vom 23.01.2017.

 

Im Zuge der Namensänderung soll auch ein neues Logo entwickelt und der Außenauftritt angepasst werden. Die Website wird eine ansprechendere, zeitgemäße Optik erhalten und soll auch verbesserte Informationsmöglichkeiten bieten.

 

 

 

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